Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

Lehm - das ist ein besonderer Stoff. Doch trotz seiner hervorragenden Eigenschaften ist moderner Lehmbau in unseren Breitengraden noch nicht sehr bekannt. Zwar weiß man von den gesunden und nachhaltigen Aspekten - dass es sich jedoch ebenso um ästhetische und hochwertige Oberflächen handeln kann, das überrascht noch immer viele Menschen in Europa. Mit unserem Lehmjournal möchten wir diese Schönheit zeigen.
Wie Lehm seinen Weg zu einem modernen Baustoff gefunden hat, das beschreibt „Die Liebe zum Lehm". Was als „Lehmbau Peter Breidenbach" 984 begann, ist die Erfolgsgeschichte eines Unternehmens, das aus Überzeugung für nachhaltiges Bauen gegründet wurde. Mit dem Erfahrungsschatz aus der Fachwerksanierung - ausgezeichnet mit dem Deutschen Preis für Denkmalpflege - entstand eine moderne Produktion. Es ist nur konsequent, sich nun auch den ästhetischen Qualitäten des ältesten Baustoffes der Menschheit zu widmen. Unser Reisebericht aus Japan zeigt: Dort wird bis heute selbstverständlich mit Lehm gebaut, mit dem Ziel, die Harmonie und Einheit des Menschen mit der Natur zu zeigen - und zu leben. Ein Blick in eine andere Kultur, der die ästhetische Qualität des Baustoffes unterstreicht.
Bei der Vorbereitung zu diesem ersten Heft fanden wir eine gute Nachricht: Die Internetadresse „Lehmjournal.de" war noch frei. So groß auch unsere Freude über diese Entdeckung war, so sehr macht sie uns deutlich, wie viel Entwicklungsarbeit noch vor uns liegt, um die Schönheit und Wertigkeit des Baustoffs bekannt zu machen. Wir freuen uns, wenn wir Sie auf diesem Weg ein Stück mitnehmen können. Ich wünsche Ihnen eine sinnliche Lektüre.

Dr. Michael Willhardt


M. Willhardt