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Die Liebe zum Lehm -  Eine Erfolgsgeschichte

Lehm ist ein besonderer Stoff - das muss Peter Breidenbach, Gründer des Unternehmens Claytec, schon früh gewusst haben.
Hätten Sie Mitte der 1990er Jahre im Baustoffhandel nach Baustoffen aus Lehm gefragt, so wären Sie wahrscheinlich noch belächelt worden. Inzwischen werden Lehmbaustoffe von Naturbaustoffhändlern und sogar vielen großen Baustoffhandelsorganisationen als ganz normale Bauprodukte angeboten und vertrieben. Wie kam es zu dieser Wiederentdeckung? Was steckt hinter dem „Mythos Lehm", der heute immer mehr Menschen begeistert?

Lehm ist ein klassischer Naturbaustoff. Er erfüllt vom Rohstoffabbau bis hin zur späteren Entsorgung alle Anforderungen, die ein hochwertiges Naturprodukt zu erfüllen hat. Das nehmen Kunden zunehmend als Qualitätsmerkmal wahr, besonders diejenigen, die bewusst konsumieren und auf Werthaltigkeit achten. Diente Lehm in der Vergangenheit eher als Ersatzbaustoff und Material für schlechte Zeiten, so gilt er heute zunehmend als hochwertig und edel.

Kein Mischmasch

Schon mit 21 Jahren gründete Peter Breidenbach ein Unternehmen, das sich ausschließlich mit der handwerklichen Verarbeitung von Lehm befasste - eine auch aus heutiger Sicht kompromisslose Entscheidung. Ein Schwerpunkt war von Anfang an die fachgerechte und liebevolle Sanierung des deutschen Fachwerkbestandes. Das blieb nicht ohne Folgen und Anerkennung: 1997 erhielt Peter Breidenbach mit nur 34 Jahren den Deutschen Preis für Denkmalschutz, die ranghöchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in der Bundesrepublik Deutschland. Nur sehr selten wurde sie einem kommerziellen Unternehmen verliehen.Dem philosophischen Ansatz entsprechend, legt das Unternehmen Wert auf „echte" Lehmbaustoffe. „Was uns jeden Tag neu motiviert, das ist der Lehm und nicht irgendein Mischmasch", sagt Breidenbach. Abgesehen von Anstrich- und Beschichtungsmaterialien finden sich in den Baustoffen der Marke Claytec lediglich Lehm, Sand und Pflanzenfasern.


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Denkmalschutz